Veränderungen, Einsichten, Fragen und warum ich überhaupt nach Antworten gesucht habe

Irgendwann bin ich an den Punkt gekommen, dass ich mich gefragt habe, ob ich so weitermachen möchte. Ich war einfach nicht glücklich. Voller Selbstzweifel und immer hatte ich das Gefühl, dass das nicht mein Weg ist. Und dann habe ich mir die Frage gestellt, wo diese Zweifel eigentlich herkommen. Und dann habe ich mich dabei ertappt, dass ich mich Immer mit anderen vergleiche. 

Also kann man auch sagen, dass mein Umfeld mich an mir zweifeln lässt aber das wäre als einzige Erklärung etwas zu wenig. 

 Aber wieso fängt man nach über 30 Jahren auf dieser Welt plötzlich an sich diese Fragen zu stellen? Für mich lautet die Antwort: Weil ich mich endlich akzeptieren möchte. Und weil das Leben zu kurz ist, um ständig irgendwas hinterherzurennen, was man vielleicht gar nicht will. 

Aber warum war das all die Jahre immer so?

Ich möchte euch mal einen Einblick in meine Vergangenheit geben und dann könnt ihr das vielleicht auch verstehen oder nachvollziehen. Vielleicht erkennt ihr euch in der ein oder anderen Zeile sogar wieder.

Mein Thema seit dem ich mich daran erinnern kann, ist mein Gewicht und das damit einhergehende Thema Abnehmen. Ein leidiges Thema und inzwischen kann ich es auch nicht mehr hören. Es gibt Menschen, die sind mit ganz wunderbaren Genen auf die Welt gekommen. Entweder Sie sind einfach kein großer Fan von Nahrung und vor allem nicht von den ganzen Verlockungen in Form von Schokolade, Kuchen, Deftigem usw. oder sie haben einen genetischen Superbrennofen in sich, der verhindert, dass der Genuss seine Spuren auf Hüfte und Co hinterlässt. 

Leider gehöre ich zu keiner der beiden Gruppen. Ich gehöre eher so zur Gruppe Food-Liebhaber ohne Superofen aber mit aufnahmewilligen Hüften. 

Und so sammelte sich - ab der Pubertät dann auch in großen Schritten - eine gewichtige Menge Zusatzkilos an. Es ist ja auch nicht so, dass ich nicht versucht habe, etwas dagegen zu unternehmen. Damals war man noch nicht so schlau zu wissen, dass Diäten absoluter Mist sind und daher habe ich so ziemlich jede ausprobiert, die der Markt so angeboten hat. Rückblickend war die eine wirklich furchtbarer als die andere. Kaum was hat nachhaltig funktioniert - im Gegenteil. Ich war der Prototyp des JoJo-Effektes.

Der Zeiger auf der Waage schlug immer mehr aus und ich zog mich immer mehr zurück. Ich war so unzufrieden.Mit mir, mit der Welt - einfach mit allem. 

Und da steckte ich nun fest in einem Kreislauf aus mehr Gewicht und weniger Selbstvertrauen. Ich habe überhaupt nicht mehr daran geglaubt, dass ich überhaupt in der Lage bin, etwas zu ändern. Nichts ging mehr. 

Und dann war mir irgendwann klar, dass ich für mein Problem - also mein Übergewicht - eine Lösung brauchte. Die Kurzform ist, dass ich mir im Sommer 2010 den Magen verkleinert habe. Die Details erzähle ich euch gerne mal später. Auch die Vorbereitungen und wie der Weg bis zur OP und danach so war.  

Aber wenn ihr jetzt glaubt, dass die OP und der Gewichtsverlust dann automatisch zu Zufriedenheit und Selbstvertrauen geführt hat, muss ich euch enttäuschen. Der Weg dahin war lang. Man kann sagen, dass er bis heute andauert. Also reden wir von inzwischen 8 Jahren. Es ist nach der OP eine wahnsinnige Last von mir abgefallen. Vor allem eine sichtbare last. Ich habe damals 35kg abgenommen nach der OP. Inzwischen sind zwar 8kg wieder da aber das ist normal. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mein Gewicht so mag aber ich bin dabei, mich zu akzeptieren. Nicht aus Faulheit oder weil ich nicht mehr daran glaube, noch etwas abnehmen zu können der Weg Sol ganz anders sein. Was passiert nämlich, wenn ich mir vornehme, nochmal an meinem Gewicht zu arbeiten? Ich mache mir Druck und habe Stress. Und was heißt das? Ich bin so verkrampft, dass natürlich nichts funktioniert. Und mein ganzer Körper und meine Gedanken sind negativ. Die Motivation ist weg. Und das ist genau das Falsche. Uns fällt doch alles viel leichter, wenn wir positiv eingestimmt sind. Wenn wir uns auf etwas freuen und euphorisch auf das Neue schauen. 

Und das habe ich in meinen Fokus gesetzt. Ich möchte alles was ich tue mit Freude tun und was sich dann daraus ergibt, wird gut! 

Ich sende euch fröhliche Grüße

eure Mascha

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